Bereits zum 16. Mal lud der Verein Junge Tennwiler zur Rocknacht am Hallwilersee. ROCKSTATION war für Euch dabei.
Text & Fotos by Rocknrolla
Freitag, 19. September 2025
Felskinn
Püntklich um halb Sieben legten die Jungs um Frontmann Andy Portmann los mit „Remember My Name“, der aktuellen Single. Publikum gab es auch schon um diese frühe Uhrzeit, und es wurde langsam immer mehr. Die Setlist bestand aus einem Mix durch Andys bisheriges Schaffen. Die Gitarren waren für mein Empfinden etwas leise, der Bass dafür etwas zu dominant. Aber alles in allem eine geschlossene Mannschaftsleistung!

Gin Annie
Es folgte die Truppe aus dem UK, auf die ich gespannt war, denn Songs von Gin Annie finden sich regelmässig auf unseren Playlists. Meine Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt, viele „Soft“nummern, mitunter fast schon monoton anzuhören. Zwischendurch gab es allerdings die eine und andere lüpfige Nummer.

Absolva
Ebenfalls aus dem UK (Manschester) sind Absolva. Der Name war mir geläufig, aber ich hatte die Jungs noch nie live gesehen. „We are Absolva and we play Heavy Metal“ verkündete Sänger Chris, der auch schon mal Ansagen auf Deutsch rausliess. Ein kurzweiliges Set, musikalisch eine Mischung aus den beiden vorherigen Bands. Den Abschluss bildete eine ausgedehnte Eigeninterpretation von „Heaven And Hell“, während dessen die einzelnen Bandmitglieder vorgestellt wurden.

Herman Frank Legacy
Mittlerweile mit Legendenstatus versehen, versprach Herman Frank einen Querschnitt aus seinen Projekten (Accept, Victory, Iron Allies, Moon’Doc, Solosachen). Mit seiner Frau Martina, Dyan (aktuell bei Bonfire) und Gianni Pontillo gab es gleich drei Mal stimmgewaltige Unterstützung für seine unverkennbaren Riffs.

Samstag, 20. September 2025
Sevi
Angeführt von Frontfrau Svetlana übernahm die Truppe aus Bulgarien die Rolle des Anheizers für den zweiten Tag. Wobei, heiss genug war es schon von den Temperaturen her, denn auch am Samstag gab es knapp 30 Grad!
Es war nicht ihr erster Auftritt in der Schweiz, aber der erste in Tennwil. Das Publikum ging vom ersten Ton an mit und die 60 Minuten Spielzeit wurden voll ausgekostet. Gegen Ende des Sets liess es sich Johnny Gioelli nicht nehmen, mitzuwirken. Er und Svetlana werden in Kürze wieder gemeinsam auf der Bühne stehen, auch in der Schweiz.

The Order
Gestern noch mit Herman Frank auf der Bühne in Tennwil, führte heute Rockröhre Gianni Pontillo seine Kumpels von The Order in den Ring, dies nachdem die Band eine längere Pause eingelegt hatte. Eine stampfende Mischung aus Hardrock/Metal wurde kredenzt. „Als wären sie nie weg gewesen“, entfuhr es Kollege Rockslave (Metal Factory/Rock Lounge). Es rockte gewaltig! Und 2026 soll sogar ein neues Album veröffentlicht werden.

Black Oak County
Eine weitere Band, von denen wir Songs auf unseren Playlists haben, die ich aber bis jetzt noch nie live gesehen habe. Und was soll ich sagen, meine Erwartungen wurden erfüllt. Die Mischung aus Modern Metal/Hardrock war nach meinem Geschmack, ab und an sogar etwas 5FDP-angehaucht. Das Publikum flippte zwar nicht aus, aber es war doch weit mehr als Höflichkeitsapplaus, der den Dänen entgegen gebracht wurde. Was mir auch gefiel: man wechselte sich ab mit dem Leadgesang. Alles in allem ein energiegeladener Auftritt.

Hardline
Achtung Spoileralarm: Fronter Johnny Gioelli gab heute das Duracell-Häschen. Ich hab‘ den noch nie so rumwirbeln sehen auf der Bühne, und dies alles ohne stimmliche Einbussen. Aber auch ohne Ale (Keyboards), der mit Vanden Plas unterwegs ist und ohne Anna (Bass), die sich ferienhalber in Kanada austobt. Also «nur» Schlagzeug, Bass, Gitarre – ob das gut kommt? Es kam, denn auch die „zweite“ Garde (u.a. mit Gitarrist Luca Princiotta) rockte die Bühne in Tennwil. Zum Herunterfahren gab es Mitte Set eine „Andacht“ aus „Who Wants To Live Forever“ und „Halleluhah“, nur Johnny und Gitarrenklänge. Die Setlist bestand aus Songs vom 1992-er Debüt bis zu heutigen Nummern.
Bloody Horseface
Als Rausschmeisser fungierten die einheimischen Bloody Horseface mit Covernummern von bekannten Grössen wie Iron Maiden oder Pantera.
Fazit: Wie immer gut organisiert und gastfreundlich, wie immer eine gelungene Mischung aus Hardrock & Metal. Gerne wieder nächstes Jahr (18. + 19. September 2026)!
PS: Sich um den Nachwuchs Sorgen machen? Nicht bei diesem Anblick 🙂

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