Wie immer Anfang August führt uns das Rockfest am Brienzersee zu ‚heissem Rock am kühlen See‘ in’s Berner Oberland. Man trifft viele alte Bekannte, lernt neue Gesichter kennen. Und wie immer ein Dankeschön an die Gastfreundschaft – top organisiert und die Kulinarik konnte sich auch sehen lassen.
Ebenfalls ein Dankeschön an die zahlreichen Teilnehmer bei unserem legendären Musikquizz!
Los ging es am
Donnerstag, 6. August 2026
Manntra (by Metalrose)
Industrial-Gothic-Folk-Metal aus Kroatien.
Das Bühnenoutfit passt, treibende Rhythmen, der perfekte Anheizer. Viel ab Konserve, was bei dieser Art von Musik fast unumgänglich ist. Errinnert mich ab und zu an Piratenmetal.
Kurzer Ausflug des Sängers in das noch spärliche Publikum, Drumsolo vom Gitarristen mit einer Pauke vorne auf der Bühne. Ja, sie haben sich was überlegt für ihren Auftritt. Alles in allem, sehenswert.

Firewind (by Rocknrolla)
Schlagzeug, Bass, Sänger und einen Seitenhexer namens Gus G. (neuerdings auch noch bei King Diamond), mehr braucht man nicht für eine fette Euro-Powermetal-Party, die mit „Fallen Angel“ gestartet wurde. In der Mitte des Sets fragte Sänger Henning Basse das Publikum „Seid ihr heiss? Seid ihr geil? Seid ihr heiss?“, bevor es mit „Set The World On Fire“ weiterging. Es folgten weitere Kracher wie z.B. «Ode To Leonidas», «Rising Fire» oder «Lady Of 1000 Sorrows».
Ein neues Album von Firewind ist in Vorbereitung und soll 2027 erscheinen.

Kärbholz (by Metalrose)
Arbeiter-Leibchen und „Dächlichappe“, so präsentierten sich die Jungs. Deutschrock vom Feinsten. Powergeladene Songs, Balladen, Texte zum Nachdenken, Texte zum Mitgrölen.
Alles, was so eine Band ausmacht, wurde reingepackt in den Auftritt. Für mich ein schöner Abschluss des ersten Abends in Brienz.


Freitag, 7. August 2026
Losing Gravity (by Rocknrolla)
Ein Rock-Quintett aus Deutschland, southernrockig angehaucht. Hatten mit sieben Stunden Anreise (von Frankfurt/Main) eine längere Fahrt auf sich genommen.
Mein Eindruck? ‚The New Roses für Arme‘ ist man versucht zu sagen. Plätschert im Gegensatz zu den neuen Rosen so vor sich hin. Die Ansagen kamen auf Englisch – warum? Sänger Chase ist zwar aus dem Amiland, spricht aber sehr gut Deutsch. Optischer Minuspunkt: Spärliches Licht (zwei, drei Lampen das ganze Konzert über). Alles in allem noch Luft nach oben.

The Jungle (by Metalrose)
CH-Band aus dem Aargau mit einem Comeback nach über 20 Jahren Funkstille. Der letzte Auftritt vor der Pause war am 6. August 2000 – am Rockfest.
Mitglieder heute sind u.a. Sänger Tobey Lucas (Fun Halen) und Gitarrist Hef Häfliger (ex-Maxxwell, u.a.).
Zeitlos, pur und voll die 80-er. Wer diesen Spirit liebt, kommt voll auf seine Kosten. Sehr schöne Stimmfarbe, gute-Laune-Musik. Tut nicht weh, aber lockt mich auch nicht aus der Reserve.

Laguna (by Rocknrolla)
Melodic Hardrock aus Mexiko war als nächstes angesagt. Songs von ihnen finden sich regelmässig auf unseren Playlists ein.
Und ja, im Verglleich zu den beiden Bands vorher kam mehr Dampf von der Bühne. Keyboard-Parts wurden ab und an eingespielt, der Rest war handgemacht. Nach der Hälfte aber leider etwas abflachend.

Danko Jones (by Rocknrlla)
Hard-Rock-Trio aus Kanada, seit den 90-ern unterwegs. War für mich ein kurzes Vergnügen: Unfall im Fotograben beim zweiten Song (selbstverschuldet, einen Moment nicht aufgepasst und an einer eisernen Verstrebung hängengeblieben). Also ab in’s Sanizelt, in dem ich den Rest des Konzertes aus der Ferne leise mitbekam… soll aber gut gewesen sein.
An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an das Sani-Team, das mich fachmännisch versorgte!

The Poodles (by Metalrose)
Nach acht Jahren Stille sind die Schweden in Originalbesetzung wieder am Start.
Geiler solider Hardrock. Diese Jungs bringen alles mit, was früher zu einem geilen Gig gehörte.
Gitarrensolo, Drumsolo, neues Outfit des Sängers, viel Kontakt zum Publikum, sogar das Handtuch wurde in die Fanmenge geworfen.
Man spürt die Magie der Musiker untereinander. Gute Unterhaltung bis zum Schluss.

Polly Wants A Party
Als Rausschmeiser-Combo sorgten die Berner mit Coverversionen von AC/DC bis Rolling Stones für den Abschluss des zweiten Abends. Kein Foto, da wir uns da schon auf dem Weg in unsere Unterkunft befanden, aber von dort aus von der Terrasse aus den Rest des Sets aus der Ferne mitbekamen.
Den Samstag mit Bands, die nicht so der Ausrichtung unseres Senders entsprechen, haben wir uns geschenkt 😉
Wir sehen uns zur 38. Ausgabe wieder – 29. bis 31. Juli 2027!
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