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Brienzersee Rockfestival
7. – 9. August 2025

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Gleich zwei Premieren gab es bei der 36. Ausgabe des Brienzersee Rockfestivals: Zum ersten Mal wurden die drei regulären Tage auf Donnerstag bis Samstag verteilt. Zum anderen wurden Bühne und Haupteingang „vertauscht“. Einem gelungen Anlass stand dies jedoch nicht im Wege.

Donnerstag, 7. August 2025

King Zebra (by Metalrose)
Hardrockiger Auftakt mit Eric St. Michaels und seinen Jungs. Gewohnt solide abgeliefert, wenn auch mit ein, zwei Durchhängern zwischendurch.

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Foto: ROCKSTATION/Rocknrolla

Victory (by Rocknrolla)
Eine Schippe drauflegen – wie das geht, demonstrierten die Hannoveraner um „Guitarhero“ Herman Frank und getragen von Gianni Pontillos Stimme. Songs wie der Opener „Gods Of Tomorrow“ oder „Take The Pace“ holten das Publikum ab. Die traditionelle Zugabe „The Check’s In The Mail“ rundete das Set ab. Druckvoll!

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Kissin’ Dynamite (by Metalrose)
Eine absolut geile Bühne präsentiert sich dem Brienzer Publikum. Der Sänger, Hannes, ist der perfekte Showman.
Gut einstudierte Bühnenshow. Leider merkt man, dass sich seine Mitmusiker sehr auf die Show konzentrieren müssen, der Kontakt zum Publikum war daher ehr spärlich. Schade, aber alles im allem ein geiler Gig und die Fangemeinde feiert den Auftritt.

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QL (by Metalrose)
Ja, so wie es heisst. Cool. Denn QL geht immer. Hauptsächlich spielten Pat und die Jungs Schwiizerkracher zum Mitschunkeln/Mitsingen, und das Publikum erwies sich als sehr textsicher.

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Freitag, 8. August 2025

Bad Marilyn (by Rocknrolla)
Erwartungsgemäss „dank“ der frühen Spielzeit (12 Uhr mittags) noch nicht so viel Volk vor der Bühne. Doch Andrea und ihre Jungs kümmerte das wenig, sie gaben Vollgas, was entsprechend mit Applaus bedacht wurde. Und meine Lieblingssongs („Eye Of The Snake“ und „Children Of Tomorrow“) waren auch im Set.

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Black Diamonds (by Metalrose)
Eigentlich eine meiner Bands, die ich immer wieder gerne sehe. Aber heute hat es mich nicht so abgeholt. Es fehlte etwas an Power und auch gesanglich ist Michi nicht in Höchstform. Aber trotzdem eine solide Show, das auch ein Cover beinhaltete: „Out In The Fields“ von Gary Moore/Phil Lynott.

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Sideburn (by Rocknrolla)
25 Jahre und kein bisschen müde. Die Lausanner, die – man mag es kaum glauben – zum ersten Mal die Rockfest-Bühne rockten, zockten in bester Aussie-Manier. So gab es nebst eigenen Songs ein Medley (verschiedene AC/DC-Klassiker) und eine Coverversion von Rose Tattoo („Rock And Roll Outlaw“). Und mit „Devil’s Daughter“ sogar einen brandneuen eigenen Song.

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Temple Balls (by Metalrose)
Die Finnen starteten ihre Songs sehr kraftvoll mit Druck und Power, sie fielen dann aber meistens in sich zusammen oder es wurden Stilbrüche eingefügt. Das hat mich mit der Zeit abgehängt. Aber für Liebhaber dieses Stils sicher ein Schmankerl. Aufgefallen ist mir die klare Kopfstimme des Sängers, wenn es sie brauchte.

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Scarlet Rebels (by Metalrose)
Noch nie was von der Truppe aus Wales gehört oder gesehen. Aber die sympatischen Jungs konnten überzeugen. Gute Riffs und auch ein Sänger, der sein Handwerk versteht. Stellenweise errinnern sie an The New Roses mit englisch modernem Touch.
Randnotiz: Dafür, dass sie auf geliehenen Instrumenten spielen mussten (ihre hingen am Flughafen fest) war es ein sehr gelungener Auftritt!

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Jeff Scott Soto (JSS) (by Rocknrolla)
Ein Ausnahme Sänger in Brienz – Jeff Scott Soto (Ami) und Band (4 Brasilianer um Gitarrist Leo Mancini) gaben Einblicke in 40 Jahre des Schaffens von all den Bands und Projekten, an denen Jeff mitwirkte. Als da zum Beispiel wären: Axel Rudi Pell, Journey, Talismann, Rock Star oder TSO.
Auch als Stand-up Comedian bewies Jeff Talent. Statt mit dem Publikum la-la-la zu Singen forderte er Tierlaute, die die Fans brav retournierten. Hund, Katze… bis Maus kam er nicht, er brach vorher ab mit dem Spruch „this is the dumbest shit I’ve ever done“. Für mich der „Tagessieger“!

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Art Nation (by Rocknrolla)
„Kein Rockfest ohne Schwedenband“ ist man versucht zu sagen. Und die Melodic Rocker von Art Nation reihten sich nahtlos in die Riege von Eclipse & Co. ein. Oder doch nicht? Im Gegensatz zu den erstgenannten fehlte mir hier der Druck. Gut gespielt, ohne Zweifel, aber das „Brett“ wie zum Beispiel bei Victory am Donnerstag blieb aus.

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Van Dox (by Rocknrolla)
Zum Abschluss des zweiten Tages kredenzten die Berner ihren Mix aus hauptsächlich Coversongs querbeet. Billy Idol, Krokus, Black Sabbath u.a.m. standen auf der Setlist.

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Samstag, 9. August 2025

Dreadful (by Metalrose)
Der dritte Tag begann mit einem Highlight.
Die anfangs etwas scheu wirkenden Jungs brillierten mit sehr griffigen Riffs, guter Stimme und einfach geilen Songs. War für mich wie ein Rohdiamant, den man nur noch schleifen muss. Rhino Bucket v/s New Roses mit einem Touch L.A. Guns.

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Räbstock (by Rocknrolla)
Die Mundartrockband aus dem Kandertal, gegründet 2018, fiel im Vergleich zu Dreadful etwas ab. Zwar war es mal rockig, aber oft auch zu „ruhig“ für meinen Geschmack.

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Saint City Orchestra (by Metalrose)
Vier Stimmen, zwei Gitarren, ein Schlagzeug, ein Akkordeon, eine Violine und ein Bass. Mehr braucht es laut Bandwebsite nicht, um mit Irish Folk-Rock das Publikum trotz Hitze ins Zelt zu locken. Energie pur, gute Bühnenshow und ein Solo der Violistin, Melodie, das jeden zum Staunen brachte. Ganz grosses Kino.

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Ad-Rian & The Rise (by Rocknrolla)
35 Jahre Songwriter-Geschichte ist das Motto hier: Ad-Rian mit Allstar-Band. Die fünf Musikerschwergewichte Thomas Wild (ex-Polo Hofer), Mauro Zompicchiatti (ex-Polo Hofer), Berni Weber (ex-Sandee), Chris Stalder (ex-Reto Burell) und Ad-Rian (Singer/Songwriter) präsentieren Songs aus dem grossen Fundus des in der Schweiz und in Frankreich lebenden Singer/Songwriters. Soweit die Anpreisung, soweit meine Erwartungshaltung. Für mich war es Laidback, Westcoast. Vor der Bühne allerdings je länger immer weniger Publikum (Essenszeit?). Musikalisch hätte mir eine halbe Stunde auch gereicht. Ich hoffe auf die nächste Band…

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The Lazys (by Metalrose)
Ganz anders die Jungs von Down Under: Eine geballte Ladung Power ohne Ende. Mit einem Bassisten, der durchs Publikum rennt, einem Gitarristen, der sich am Boden wälzt wärend des Solos. Duracell-Häschen ist der passende Vergleich. Geiler Hardrock, hat mich voll umgeblasen.

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Storace (by Rocknrolla)
Das Zelt war mittlerweile gut gefüllt, als Krokus-Urgestein Marc Storace mit seiner Soloband loslegte. Es gab den erwarteten Mix aus Krokus- und eigenen Songs. Anna Cara, die neue Gitarristin, war beim ersten Song noch nicht ganz sattelfest, das legte sich dann aber. Bis zum Schluss gab es allerdings kaum ein Lächeln von ihr, konträr zu Bassistin Emi, der sogar ein Geburtstagsständchen dargeboten wurde.

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Mike Tremp’s White Lion (by Metalrose)
Surprise, surprise: das Intro war ein Song, den ich schon seeeehr lange nicht mehr gehört habe, nämlich „Baseball Furies Chase“ aus dem US-Kinofilm „The Warriors“ von 1979 (Anm. Rocknrolla)

Mike war in sehr guter körperlicher Form. Stimmlich nicht mehr das, was man vielleicht erwartet hätte. Die alten White Lion-Songs kamen in einem neuen Gewand daher und wurden an seine Stimme angepasst. Zum Teil war es schwierig für mich, den Song vor dem Refrain zu erkennen. Aber trotzdem rockte es.
Schlagzeug, Bass, Gitarre, Leadsänger: Manchmal kann auch weniger mehr sein.

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Station Quo (by Rocknrolla)
Wenn das Set mit „Caroline“ beginnt und im weiteren Verlauf Hits wie „Hold You Back“ oder „Down Down“ ertönen, dann kann es sich nur um Status Quo handeln. Oder, wie in diesem Fall um Station Quo aus der Schweiz, die sich auch optisch den Briten verschrieben haben. Ich habe es nicht so mit Cover-/Tribute-Bands, aber da Quo meine erste musikalische Liebe war, mach ich hier gerne eine Ausnahme und nehme Platz in der Zeitmaschine 🙂

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Fazit: Einmal mehr eine coole dreitägige Rocksause. Ort, Stimmung, Gastfreundschaft, Orga – alles top!
Danke auch an die zahlreichen Kandidaten (viele Stammgäste), die bei unserem legendären Musik-Quizz mitmachten und coole Preise abräumten.

Gerne wieder zur 37. Ausgabe vom 6. bis 8. August 2026.

Website: www.brienzerseerockfestival.ch

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